Ein typischer Arbeitstag

Hallo Azubi-Blog-Leser/in,

wie sieht ein typischer Arbeitstag von mir als Auszubildende aus?

6 Uhr. Mein Wecker klingelt. Da ich morgens früh eine Schlaftablette bin und Ewigkeiten brauche, um in die Gänge zu kommen, stehe ich etwa 1½ Stunden bevor die Straßenbahn fährt auf.

In welcher Abteilung bin ich zurzeit und was mache ich dort?

Momentan bin ich in der Wohnungsverwaltung des Regionalcenters Kassel. Komme ich dort an, fahre ich als erstes meinen Computer hoch, checke meine Emails und trinke nebenbei einen Kaffee. Habe ich das getan, fallen die verschiedensten Aufgaben an.

Haben Mieter ihr Mietverhältnis gekündigt, muss ich die Kündigungen bearbeiten, d.h. die Kündigungen in unserem Computersystem einpflegen und eine Kündigungsbestätigung an die Mieter versenden. Sind die Wohnungen durch öffentliche Mittel gefördert, muss ich die zuständige Gemeinde über das Freiwerden der Wohnungen informieren. Die Exposés für die Wohnungen gebe ich in der Wohnungsvermittlung ab, so dass die Kollegen dort wissen, dass die Wohnungen frei sind und sie Bewerbern angeboten werden können.

Hat ein potentieller Mieter Interesse an einer Wohnung von uns und alle erforderlichen Unterlagen bei uns abgegeben, kann ich den Mietvertrag anlegen, ausdrucken und an den Interessenten schicken.

Zieht ein Mieter aus, so vereinbaren wir mit ihm sowohl einen Vor- als auch einen Endabnahmetermin. Bei der Wohnungsvorabnahme prüfen wir in welchem Zustand die Wohnung ist und was der Mieter sowie wir noch alles in der Wohnung machen müssen, um sie an den Nächsten zu übergeben. Dabei wird ein Protokoll geführt. Nach dem Termin beauftrage ich Firmen, die die noch bestehenden Mängel beseitigen sollen.

Wurde eine Wohnung an einen neuen Mieter übergeben, aktiviere ich den Mietvertrag in unserem System.

Andere Aufgaben, die Tag für Tag auf mich zukommen, sind Telefonate führen, die Teilnahme an Sprechstunden, die Beschwerdebearbeitung, sämtlicher Schriftverkehr mit den Mietern, die Teilnahme an Mieterversammlungen, Zwangsräumungen sowie andere Außendiensttätigkeiten und die Wohnungsvermittlung.

Gefällt mir die Abteilung?

Die Arbeit in der Abteilung macht mir sehr viel Spaß und ist das, was ich nach meiner Ausbildung machen möchte. Meine Kollegen und Ausbilder sind alle super nett, geduldig und beantworten mir alle meine Fragen.

Was tue ich in meiner Mittagspause?

Meine 30-minütige Mittagspause, die wir meistens um 13:30 Uhr machen, verbringe ich hauptsächlich mit meinen Mitauszubildenden in unserem Azubiraum. Mal holen wir uns etwas zu essen in der Innenstadt, mal essen wir etwas, was wir uns von zu Hause mitgebracht haben. Während der Pause ruhen wir uns aus, lachen sehr viel und tauschen uns gegenseitig aus. Im Anschluss geht es gestärkt zurück zu unseren Arbeitsplätzen, wo dann wieder eine Menge Aufgaben zu erledigen sind. Gegen 16:30 Uhr packe ich meistens meine Sachen zusammen und fahre nach Hause.

Wie die Arbeit in anderen Abteilungen aussieht, erzähle ich euch ein anderes Mal.

Ebony

Aber wie kam ich denn nun dazu eine kaufmännische Ausbildung zu machen und dann auch noch eine Ausbildung zur Immobilienkauffrau?

Dass ich eine kaufmännische Ausbildung machen wollte, wusste ich sofort. Meine Gründe dafür sind, dass eine kaufmännische Ausbildung viele verschiedene Berufe vereint, sehr viele Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten bietet und vielfältig ist, was die Arbeitsorte betrifft.
Für den Beruf der Immobilienkauffrau habe ich mich entschieden, weil man nicht nur am Schreibtisch sitzt, sondern viel raus kommt, Verkaufs- oder Vermietungsgespräche vor Ort führt, Mieter in ihren vier Wänden besucht und so die verschiedensten Menschen und Lebenssituationen kennenlernt. Außerdem bestand und besteht für mich heute noch ein großes Interesse, mich mit allen Fragen der Wohnungsverwaltung, -vermietung und dem Bauträgergeschäft auseinanderzusetzen.

Hast du dich schon für einen Ausbildungsberuf entschieden?

Liebe Grüße,
Ebony